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AIDA

(Assessment of Identity Development in Adolescence) -
Identität im Jugendalter


Allgemeine Beschreibung


Das Verfahren AIDA erfasst die Identitätsentwicklung im Sinne von Beeinträchtigungen im Funktionsniveau der Persönlichkeit bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in Selbstbeantwortung (+/- 2 Jahre je nach Entwicklungsstand). Die Durchführung dauert ungefähr 10-15 Minuten. Der Test ermöglicht eine dimensionale Differenzierung zwischen gesunder Identitätsintegration und einer schweren Identitätsdiffusion, welche mit einem hohen Risiko einer vorliegenden Persönlichkeitsstörung (PS) verbunden sein soll, insbesondere einer Borderline PS.

Das AIDA-Modell wurde von einer universitären Forschungsgruppe aus der Schweiz (Universitätsklinik Basel) in Zusammenarbeit mit Klinikern aus Deutschland und Amerika entwickelt. Es kombiniert dabei sowohl den Ansatz, den dimensionalen Schweregrad von Beeinträchtigungen im Funktionsniveau der Persönlichkeit als Basis für die Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen zu nehmen (analog zum alternativen Modell zur PS-Diagnostik (AMPD) des DSM-5 und zur neuen Diagnostik im ICD-11), als auch weitere klinisch orientierte Operationalisierungen von Identitätspathologie aus anderen Denkschulen, insbesondere mit einem Fokus auf das Jugendalter und auf die Möglichkeit der Selbsteinschätzung.

Die Gesamtskala Identitätsdiffusion wird aus der Summe aller 58 Items gebildet, die auf einer 5-stufigen Skala beantwortet werden (von 0=nein bis 4=ja). Sie ist deskriptiv in die zwei Bereiche Diskontinuität und Inkohärenz (Skalen) unterteilt, die jeweils drei inhaltliche Aspekte (Subskalen) der Identitätsentwicklung umfassen. Dies reflektiert die theoretischen Wurzeln und die Komplexität des Konzepts. Die Unterteilung des Gesamtwertes ermöglicht eine differenzierte Ergebnisinterpretation und spezifische Therapieplanung.

Die Items sind in Richtung Pathologie codiert, hohe Werte sprechen also für eine hohe Beeinträchtigung. Bei überdurchschnittlich ausgeprägten Werten (T-Werte über 60) liegt ein begründeter Verdacht auf das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung vor und eine vertiefte Diagnostik mit z.B. einem klinischen Interview wird empfohlen.

AIDA Beispielprofil (.pdf)
AIDA Beispielprofil 2 (.pdf)
AIDA Modell (.pdf)


Testversion AIDA Deutschsprachig


AIDA German version © 2018 academic-tests, Authors: Goth K & Schmeck K


Anwendungsbereich:

12-18 Jahre; Selbstbeantwortung


Zitierung:

Goth K & Schmeck K (2018). Das Inventar AIDA (Assessment of Identity Development in Adolescence) Deutschsprachige Version: Ein Fragebogen zur Selbstbeantwortung für die Erfassung der Identitätsentwicklung im Jugendalter - Kurzmanual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com

Goth K & Schmeck K (2018). AIDA (Assessment of Identity Development in Adolescence) German Version: A self-report questionnaire for measuring identity development in adolescence - Short manual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com


Entwicklung:

Die Testversion AIDA Deutschsprachig wurde an der Universitätsklinik Basel / Schweiz (UPK) nach den Prinzipien der deduktiven Testkonstruktion aus dem AIDA-Modell entwickelt und in Zusammenarbeit mit Schulen, Kliniken und Praxen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich erprobt und validiert. Der Test wurde anhand einer nach Alter und Geschlecht ausgewogenen gemischten Stichprobe von N= 305 Schülerinnen und Schülern und N= 52 Patientinnen und Patienten konstruiert (Goth et al., 2012) und an einer ebenso ausgewogenen gemischten Stichprobe von N= 1437 Schülern und N= 140 Patienten validiert (Goth et al., 2016).


Reliabilität:

Der Test zeigte gute Skalenreliabilitäten Cronbachs Alpha mit .94 für die Gesamtskala Identitätsdiffusion, .87 und .92 für die beiden Hauptskalen Diskontinuität und Inkohärenz und zwischen .69 und .84 für die Subskalenebene. Explorative Faktorenanalysen unterstützten eine 1-Faktor Lösung entsprechend des Konstruktionsziels eines komplexen aber gemeinsamen Faktors "Identitätspathologie".


Validität:

Die Gesamtskala Identitätsdiffusion differenzierte hochsignifikant und mit relevanter Effektgröße zwischen der Schulstichprobe und der Patientenstichprobe. Zwischen der Schulstichprobe und einer Patientenstichprobe mit SKID-II diagnostizierter Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS; N= 25) trennte der AIDA Gesamtwert mit einer sehr großen Effektstärke von d = 2.6 Standardabweichungen. Die Differenz zu Patienten mit anderen PS erreichte eine Effektstärke von d = 2.0, zu Patienten ohne PS (mit externalisierenden und/oder internalisierenden Störungen) eine Effektstärke von d = 0.9 (d > 0.8 entspricht einem großen Effekt). Dies spricht für die große Bedeutung des Konstrukts, um die relevanten Beeinträchtigungen bei Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben.


Normierungsstichprobe und Verteilungskennwerte:

AIDA Deutschsprachig wurde mittels einer nach Alter und Geschlecht ausgewogenen Stichprobe von N= 2381 Schülerinnen und Schülern aus 11 Schulen verschiedener Typen und Gegenden aus Deutschland und der Schweiz normiert. Es zeigten sich keine relevanten systematischen Unterschiede in den Testwerten in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter oder besuchtem Schultyp. Die äquivalente Anwendbarkeit in Österreich hat sich in einer Studie an Schule und Klinik gezeigt (Stecher et al., 2018).
Zusätzlich zu T-Normen werden die oberen 95% Konfidenzintervalle der mittleren Rohwerte einer erweiterten klinischen Stichprobe von N= 125 mit SKID-II diagnostizierten jugendlichen Patientinnen und Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung zur Einordnung von Extremwerten angegeben.


Zentrale Veröffentlichungen:

  • Birkhölzer M, Goth K, Schrobildgen C, Schmeck K, Schlüter-Müller S (2015): Grundlagen und Praktische Anwendung des Assessments of Identity Development in Adolescence (AIDA). Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 64, 584-600.
  • Goth K, Foelsch P, Schlüter-Müller S, Birkhölzer M, Jung E, Pick O, Schmeck K. (2012). Assessment of identity development and identity diffusion in adolescence - Theoretical basis and psychometric properties of the self-report questionnaire AIDA. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 6:27.
  • Goth K, Foelsch P, Schlüter-Müller S & Schmeck K (2016). Assessment of Identity Development in Adolescence (AIDA) Research manual. Department of Child and Adolescent Psychiatry, Psychiatric University Clinics (UPK) Basel.
  • Jung E, Pick O, Schlueter-Mueller S, Schmeck K, Goth K (2013). Identity development in adolescents with mental problems. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 7:26.
  • Schrobildgen, C., Birkhölzer, M., Schmeck, K., Goth, K. (2014). Diagnostik von Identitäts- und Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter. Schweizer Zeitschrift für Psychiatrie & Neurologie, 2, 09-12.
  • Schlüter-Müller S, Goth, K, Jung E, Schmeck K (2015). Assessment and treatment of identity pathology in adolescence. Scandinavian Journal of Child and Adolescent Psychiatry and Psychology (SJCAPP) , Special Issue: Personality Disorders in Adolescence, 3(1), 63-70.
  • Schmeck, K., Schlüter-Müller, S., Foelsch, P.A. & Doering, S. (2013). The role of identity in the DSM5 classification of personality disorders. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 7:27.
  • Stecher, N., Bock, A., Fleischmann, S., Fuchs, M. & Sevecke, K. (2018). Identitätsdiffusion in der Adoleszenz - Zusammenhänge mit erinnerten belastenden Kindheitserfahrungen. Persönlichkeitsstörungen - Theorie und Praxis, 215 - 224.

Um das Kurzmanual herunterzuladen oder den Test anzuwenden, registrieren Sie sich bitte kostenfrei bei academic-tests.




Testversion AIDA Englisch USA


AIDA English USA © 2018 academic-tests, Authors: Goth K & Schmeck K, co-authors: Sharp C, Vanwoerden S, Odom A & Foelsch P


Anwendungsbereich:

12-18 Jahre; Selbstbeantwortung


Zitierung:

Sharp C, Vanwoerden S, Odom A, Foelsch P (2018). Culture-adapted version English USA of the self-report questionnaire AIDA (Assessment of Identity Development in Adolescence; authors Goth & Schmeck) - Short manual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com.


Entwicklung:

Die kulturadaptierte Testversion AIDA Englisch USA wurde von zwei Teams entwickelt. Pamela Foelsch und Anna Odom vom Weill Medical College of Cornell University New York entwickelten die erste Adaption und führten den Pilottest durch. Carla Sharp und Salome Vanwoerden von der University of Houston erarbeiteten basierend darauf Testverbesserungen und führten den Haupttest durch. Die finale Testversion wurde anhand einer gemischten Stichprobe von N= 141 Schülerinnen und Schülern und N= 122 Patientinnen und Patienten konstruiert.

Reliabilität:

Der Test zeigte gute Skalenreliabilitäten Cronbachs Alpha mit .95 für die Gesamtskala Identitätsdiffusion, .90 und .92 für die beiden Hauptskalen Diskontinuität und Inkohärenz und zwischen .76 und .86 für die Subskalenebene. Explorative Faktorenanalysen unterstützten eine 1-Faktor Lösung entsprechend des Konstruktionsziels eines komplexen aber gemeinsamen Faktors "Identitätspathologie".


Validität:

Die Gesamtskala Identitätsdiffusion differenzierte hochsignifikant und mit relevanter Effektgröße zwischen der Schulstichprobe und der Patientenstichprobe. Zwischen der Schulstichprobe und einer Patientenstichprobe mit CIBPD (Childhood Interview for DSM-IV Borderline Personality Disorder) diagnostizierter Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS; N= 36) trennte der AIDA Gesamtwert mit einer großen Effektstärke von d = 1.3 Standardabweichungen. Dies spricht für die große Bedeutung des Konstrukts, um die relevanten Beeinträchtigungen bei Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben.


Normierungsstichprobe und Verteilungskennwerte:

AIDA Englisch USA wurde mittels einer Stichprobe von N= 141 Schülerinnen und Schülern aus dem Gebiet Houston normiert. Es zeigten sich keine relevanten systematischen Unterschiede in den Testwerten in Abhängigkeit von Geschlecht oder Alter. Die Testversion kann auch für die Anwendung in anderen englischsprachigen Ländern empfohlen werden.


Zentrale Veröffentlichungen:

  • Lind, M., Vanwoerden, S., Penner, F., & Sharp, C. (2019). Inpatient adolescents with Borderline Personality Disorder features: Identity diffusion and narrative incoherence. Personality Disorders: Theory, Research, and Treatment, 10(4): 389-393. http://dx.doi.org/10.1037/per0000338
  • Penner, F., Gambin, M., & Sharp, C. (2019). Childhood maltreatment and identity diffusion among inpatient adolescents: The role of reflective function. Journal of Adolescence.76: 65-74.

Um das Kurzmanual herunterzuladen oder den Test anzuwenden, registrieren Sie sich bitte kostenfrei bei academic-tests.




Testversion AIDA 19+ Deutschsprachig


AIDA 19+ German version © 2018 academic-tests, Authors: Goth K & Schmeck K


Anwendungsbereich:

Junge Erwachsene ab 19 bis 25 Jahre; Selbstbeantwortung


Zitierung:

Goth K & Schmeck K (2018). Das Inventar AIDA 19+ (Assessment of Identity Development in Adolescence) Deutschsprachige Version: Ein Fragebogen zur Selbstbeantwortung für die Erfassung der Identitätsentwicklung bei jungen Erwachsenen - Kurzmanual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com

Goth K & Schmeck K (2018). AIDA 19+ (Assessment of Identity Development in Adolescence) German Version: A self-report questionnaire for measuring identity development in young adulthood - Short manual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com


Entwicklung:

Die Testversion AIDA 19+ Deutschsprachig ist eine altersangepaßte Version des originalen AIDA Deutschsprachig für 12-18 Jährige, es wurden lediglich 5 Items sprachlich leicht verändert. Sie wurde von den Originalautoren des AIDA an der Forschungsabteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel / Schweiz entwickelt. AIDA 19+ Deutschsprachig zeigte eine sehr ähnliche Ergebnisstruktur zur psychometrischen Güte wie die internationalen AIDA Versionen für Jugendliche. Dies spricht für die Generalisierbarkeit des AIDA Grundmodells und für die prinzipielle Übertragbarkeit der Ergebnisse. Der Test wurde in Kooperation mit drei schweizer Kliniken und zwei deutschen Berufsschulen an einer gemischten Stichprobe von N= 281 jungen Erwachsenen und N= 32 Patientinnen und Patienten getestet und etabliert.


Reliabilität:

Der Test zeigte gute Skalenreliabilitäten Cronbachs Alpha mit .96 für die Gesamtskala Identitätsdiffusion, mit .90 und .93 für die beiden Hauptskalen Diskontinuität und Inkohärenz und mit .76 bis .87 für die Subskalenebene. Explorative Faktorenanalysen unterstützten eine 1-Faktor Lösung entsprechend des Konstruktionsziels eines komplexen aber gemeinsamen Faktors "Identitätspathologie".


Validität:

Die Gesamtskala Identitätsdiffusion differenzierte hochsignifikant und relevant zwischen der Schulstichprobe und einer Patientenstichprobe von N= 21 Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter Borderline Persönlichkeitsstörung (laut SKID-II) mit einer Effektgröße von d = 2.0 Standardabweichungen.


Normierungsstichprobe und Verteilungskennwerte:

Die T-Normierung basiert auf einer nach Alter und Geschlecht ausgewogenen Stichprobe aus zwei deutschen Berufsschulen von N= 281 jungen Erwachsenen. Es zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede in den Ausprägungen pathologischer Identitätsentwicklung hinsichtlich Alter oder Geschlecht.
Zusätzlich zu T-Normen werden die oberen 95% Konfidenzintervalle der mittleren Rohwerte einer klinischen Stichprobe von N= 21 mit SKID-II diagnostizierten Patientinnen und Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung zur Einordnung von Extremwerten angegeben.


Um das Kurzmanual herunterzuladen oder den Test anzuwenden, registrieren Sie sich bitte kostenfrei bei academic-tests.