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LoPF-Q 12-18

(Levels of Personality Functioning Questionnaire) -
Funktionsniveau der Persönlichkeit im Jugendalter


Allgemeine Beschreibung


Das Verfahren LoPF-Q 12-18 erfasst Beeinträchtigungen im Funktionsniveau der Persönlichkeit in den vier Bereichen Identität, Selbststeuerung, Empathie und Nähe bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in Selbstbeantwortung (+/- 2 Jahre je nach Entwicklungsstand). Der Test ermöglicht eine dimensionale Differenzierung zwischen gesunden und beeinträchtigten Persönlichkeitsfunktionen, welche mit einem hohen Risiko einer vorliegenden Persönlichkeitsstörung verbunden sein sollen.

Das Verfahren wurde von einer universitären Forschungsgruppe aus der Schweiz (Universitätsklinik Basel) entwickelt und fokussiert speziell auf eine gute Möglichkeit zur Selbsteinschätzung dieser problemorientierten Merkmale. Die Entwicklung basierte sowohl auf den im DSM-5 beschriebenen Störungen in Selbst- und interpersonellen Funktionen zur alternativen dimensionalen Beschreibung von Persönlichkeitsstörungen und zur Feststellung eines Schweregrads in Fremdbeurteilung (AMPD) als auch auf Operationalisierungen dieser Merkmale in verwandten Modellen zur Selbstbeurteilung. Für das ICD-11 wurde ein ähnlicher Ansatz übernommen: Persönlichkeitsstörungen werden als Probleme im Funktionsniveau der Persönlichkeit bei Aspekten des Selbsts (z.B. Identität, Selbstwert, Selbstbilder, Selbststeuerung) und bei der Interpersonalität (z.B. Fähigkeit zu nahen und reziproken Beziehungen, Fähigkeit zu Perspektivenübernahme und Konfliktgestaltung) beschrieben.

Der LoPF-Q 12-18 umfasst 97 Items, die auf einer 5-stufigen Skala beantwortet werden (von 0=nein bis 4=ja). Die Durchführung dauert ungefähr 15-20 Minuten. Die vier Hauptskalen sind aus jeweils zwei Subskalen zusammengesetzt, die zu einer differenzierten Ergebnisinterpretation und spezifischen Therapieplanung herangezogen werden können. Zusätzlich wird eine Gesamtsumme aus allen Items gebildet, um einen allgemeinen Schweregrad funktionaler Beeinträchtigung zu beziffern.

Die Items sind in Richtung Pathologie codiert, hohe Werte sprechen also für eine hohe Beeinträchtigung. Bei mehreren überdurchschnittlich ausgeprägten Werten (T-Werte über 60) liegt ein begründeter Verdacht auf das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung vor und eine vertiefte Diagnostik mit z.B. einem klinischen Interview wird empfohlen.

LoPF-Q 12-18 Beispielprofil (.pdf)
LoPF-Q 12-18 Beispielprofil 2 (.pdf)
LoPF-Q 12-18 Modell (.pdf)


Testversion LoPF-Q 12-18 Deutschsprachig


LoPF-Q 12-18 German version © 2018 academic-tests, Authors: Goth K, Birkhölzer M & Schmeck K


Anwendungsbereich:

12-18 Jahre; Selbstbeantwortung


Zitierung:

Goth K, Birkhölzer M & Schmeck K (2018). Das Inventar LoPF-Q 12-18 (Levels of Personality Functioning Questionnaire) Deutschsprachige Version: Ein Fragebogen zur Selbstbeantwortung für die Erfassung des Funktionsniveaus der Persönlichkeit im Jugendalter - Kurzmanual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com.

Goth K, Birkhölzer M & Schmeck K (2018). LoPF-Q 12-18 (Levels of Personality Functioning Questionnaire) German Version: A self-report questionnaire for measuring personality functioning in adolescence - Short manual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com.


Entwicklung:

Die Testversion LoPF-Q 12-18 Deutschsprachig wurde an der Universitätsklinik Basel / Schweiz (UPK) nach den Prinzipien der deduktiven Testkonstruktion entwickelt. Sie wurde anhand einer nach Alter und Geschlecht ausgewogenen gemischten Stichprobe von N= 351 Schülerinnen und Schülern und N= 241 Patientinnen und Patienten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich konstruiert. Der Test wurde an einer erweiterten gemischten Stichprobe von N= 823 Schülern und Patienten validiert.


Reliabilität:

Der Test zeigte gute Skalenreliabilitäten Cronbachs Alpha mit .97 für die Gesamtskala, .92, .94, .87 und .92 für die Hauptskalen Identität, Selbststeuerung, Empathie und Nähe und .76 bis .90 für die Subskalenebene. Die Skalen zeigten eine mittlere bis hohe Interkorrelation zwischen .50 und .84. Explorative Faktorenanalysen unterstützten eine 1-Faktor Lösung entsprechend der Annahme eines komplexen gemeinsamen g-Faktors "Persönlichkeitspathologie". Ebenso wurde die Annahme einer 4-faktoriellen Struktur unterstützt, die Betrachtung von Beeinträchtigungen in den vier einzelnen Persönlichkeitsfunktionen erscheint gerechtfertigt.


Validität:

Alle Hauptskalen differenzierten signifikant und relevant zwischen der Schulstichprobe und einer Patientensubstichprobe mit SKID-II diagnostizierten Persönlichkeitsstörungen (PS; N= 96) mit Effektstärken von d = 2.0, 1.7, 0.9 und 2.2 Standardabweichungen, die Gesamtskala trennte mit einem d = 2.1. Die Diskriminationsgüte zwischen der Schulstichprobe und Patientengruppen mit jeweils theoretisch-inhaltlich relevanten PS Diagnosen war noch größer. So unterschieden sich die Ausprägungen der Schülerinnen und Schüler in der Identitätsentwicklung mit einer Effektgröße d = 2.3 von Borderline Patienten (N= 43), in der Selbststeuerung mit d = 2.3 von Patienten mit ängstlich-vermeidender PS (N= 22), in der Empathie mit d = 2.6 von Patienten mit narzißtischer oder dissozialer PS (N= 13) und in der Nähe mit d = 2.7 Standardabweichungen von Patienten mit schizoider oder paranoider PS (N= 10). Zusammengenommen kann auf eine große Bedeutung dieser Konstrukte geschlossen werden, um die relevanten Beeinträchtigungen bei Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben.


Normierungsstichprobe und Verteilungskennwerte:

LoPF-Q 12-18 Deutschsprachig wurde mittels einer nach Alter und Geschlecht ausgewogenen Stichprobe von N= 351 Schülerinnen und Schülern aus drei Schweizer Schulen normiert. Es zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede in den Skalenwerten hinsichtlich Alter oder Geschlecht.



Zentrale Veröffentlichungen:

  • Goth, K., Birkhölzer, M. , Schmeck, K. (2018). Assessment of Personality Functioning in Adolescents with the LoPF-Q 12-18 self-report questionnaire. Journal of Personality Assessment, 100:6, 680-690. https://doi.org/10.1080/00223891.2018.1489258

Um das Kurzmanual herunterzuladen oder den Test anzuwenden, registrieren Sie sich bitte kostenfrei bei academic-tests.




Testversion LoPF-Q 12-18 English USA


LoPF-Q 12-18 English USA © 2018 academic-tests, Authors: Goth K & Schmeck K, co-authors: Sharp C & Vanwoerden S


Anwendungsbereich:

12-18 Jahre; Selbstbeantwortung


Zitierung:

Sharp C & Vanwoerden S (2018). Culture-adapted version English USA of the self-report questionnaire LoPF-Q 12-18 (Levels of Personality Functioning Questionnaire; authors Goth & Schmeck) - Short manual. Offenbach: academic-tests. https://academic-tests.com.


Entwicklung:

Die kulturadaptierte Testversion LoPF-Q 12-18 English USA wurde von Carla Sharp und Salome Vanwoerden von der University of Houston entwickelt. Sie wurde anhand einer gemischten Stichprobe von N= 136 Schülerinnen und Schülern und N= 34 Patientinnen und Patienten konstruiert.


Reliabilität:

Der Test zeigte gute Skalenreliabilitäten Cronbachs Alpha mit .96 für die Gesamtskala, .87, .95, .85 und .84 für die Hauptskalen Identität, Selbststeuerung, Empathie und Nähe und .65 bis .90 für die Subskalenebene. Die Skalen zeigten eine mittlere bis hohe Interkorrelation zwischen .41 und .83. Explorative Faktorenanalysen unterstützten eine 1-Faktor Lösung entsprechend der Annahme eines komplexen gemeinsamen g-Faktors "Persönlichkeitspathologie".


Validität:

Alle Hauptskalen differenzierten signifikant und relevant zwischen der Schulstichprobe und den Patienten mit Persönlichkeitsstörungen mit Effektstärken von d = 2.4, 1.6, 1.3 und 1.3 Standardabweichungen, die Gesamtskala trennte mit einem d = 2.0. Dies spricht für die Bedeutsamkeit dieser Konstrukte, um die relevanten Beeinträchtigungen bei Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben.


Normierungsstichprobe und Verteilungskennwerte:

LoPF-Q 12-18 English USA wurde mittels einer Stichprobe von N= 136 Schülerinnen und Schülern aus dem Gebiet Houston normiert. Es zeigten sich keine relevanten systematischen Unterschiede in den Testwerten in Abhängigkeit von Geschlecht oder Alter. Die Testversion kann auch für die Anwendung in anderen englischsprachigen Ländern empfohlen werden.


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